Beschreibung
Adafruit STHS34PF80 – IR Präsenz- und Bewegungssensor mit I2C
Der STHS34PF80 ist ein Infrarot-Präsenzsensor, der klassische PIR-Module funktional erweitert. Statt nur eines digitalen Triggers liefert er detaillierte Messwerte über I²C – inklusive Unterscheidung zwischen Bewegung und Anwesenheit.
Der große Vorteil: keine Fresnel-Linse notwendig. Dadurch lässt sich das Modul deutlich einfacher in kompakte Gehäuse integrieren, ohne optische Einschränkungen durch externe Linsen.
Hardware & Architektur
Der Sensor basiert auf einem thermischen IR-Detektor mit integriertem Signalprozessor. Er misst Strahlung im Bereich von 5–20 µm und erkennt Temperaturänderungen sowie absolute Präsenz durch intelligente Auswertung.
Ein eingebetteter Algorithmus übernimmt die Interpretation der Rohdaten. Dadurch bekommst du direkt nutzbare Informationen wie „Motion“ oder „Presence“, ohne eigene Signalverarbeitung.
- IR-Erkennung bis 4 m – ausreichend für Raumüberwachung ohne zusätzliche Optik
- Unterscheidung Bewegung/Präsenz – erkennt auch stehende Personen zuverlässig
- 80° Sichtfeld – breite Abdeckung ohne mechanische Justage
- Programmierbare Datenrate (0.25–30 Hz) – anpassbar zwischen Low-Power und schneller Reaktion
- Integrierter Temperatursensor (±0.3 °C) – zusätzliche Kontextdaten für Auswertung
Workbench & Anschlüsse
Das Breakout ist im STEMMA QT / Qwiic-Format aufgebaut. Zwei JST-SH Ports ermöglichen direktes Daisy-Chaining. Kein Löten notwendig, solange du im Ökosystem bleibst.
Für klassische Setups sind alle Pins im 2.54mm Raster herausgeführt. Ein integrierter Regler und Level-Shifter sorgen für saubere Pegelanpassung zwischen 3.3V und 5V Systemen.
- JST-SH 1.0mm – schnelles Plug-and-Play mit QT/Qwiic Systemen
- 2.54mm Pins – breadboard-kompatibel für eigene Schaltungen
- Logikpegel 3.3V/5V – direkt nutzbar mit Arduino und Raspberry Pi
- I2C-Adresse typ.
0x5A– bei mehreren Sensoren Multiplexer nötig - Kompakte Bauform – geeignet für Integration in kleine Gehäuse ohne Optikfenster
Praxis-Tipps & Stolperfallen
Im Gegensatz zu PIR-Sensoren reagiert der STHS34PF80 auch auf statische Wärmequellen. Das ist gewollt – kann aber in Umgebungen mit starken Temperaturquellen (Heizung, Sonne) zu Fehlauslösungen führen.
Die Sensitivität ist hoch. Eine saubere Platzierung und ggf. Software-Filter (z.B. Mittelwertbildung) verbessern die Stabilität deutlich. Besonders bei niedrigen ODR-Einstellungen lohnt sich das.
Für mehrere identische Sensoren auf einem Bus brauchst du einen I2C-Multiplexer, da die Adresse fest ist. In komplexeren Setups ist das oft der entscheidende Punkt.
Weiterführende Infos:
150 Varick St 3
New York
10013, New York City, Vereinigtes Königreich
support@adafruit.com
https://www.adafruit.com