# ESP32-S3 Super Mini | WiFi BLE USB-C

**SKU:** SER549
**Brand:** EspressIf
**Price:** 6,00 EUR
**Availability:** in stock
**URL:** https://electronics.semaf.at/esp32-s3-supermini

ESP32-S3 Super Mini (22,5×18mm) mit Dual-Core 240MHz, WiFi, BT 5 LE und nativem USB-C – ab €6, sofort einsatzbereit für Arduino IDE &amp; PlatformIO.

## Description

Kleiner Name, große Leistung. Lern alles über eines der spannendsten Mikrocontroller Boards für IoT, Maker-Projekte und smarte Gadgets – von den technischen Grundlagen bis zum ersten eigenen Projekt.

 Dual-Core · 240 MHz Wi-Fi + Bluetooth 5 Natives USB-C 22,5 × 18 mm Arduino IDE &amp; PlatformIO 

 

  ![ESP32-S3 SuperMini Mikrocontroller Board Übersicht](https://cdn.semaf.at/mediafiles/products/ser549/ESP32-S3-SuperMini-1200x630.jpg "ESP32-S3 SuperMini – Übersicht und Produktbild") Das ESP32-S3 Super Mini Board – trotz seiner winzigen Abmessungen steckt hier richtig viel Leistung drin.  Inhaltsverzeichnis

1. [Was ist das ESP32-S3 Super Mini?](#espm-intro)
2. [Technische Daten im Überblick](#espm-specs)
3. [Pinout – welcher Pin macht was?](#espm-pinout)
4. [Erste Schritte: Arduino IDE &amp; PlatformIO](#espm-setup)
5. [Stromsparen &amp; Sleep Modi](#espm-power)
6. [Natives USB – was bedeutet das?](#espm-usb)
7. [Welches Board passt zu dir? S3 vs. C3 vs. C6](#espm-compare)
8. [Weiterführende Links &amp; Ressourcen](#espm-links)
 
 

  ### Was ist das ESP32-S3 Super Mini – und warum sollte dich das interessieren?

Stell dir vor, du hast ein Board, das kleiner als eine Briefmarke ist, aber trotzdem WLAN, Bluetooth, einen schnellen Doppelkern-Prozessor und einen nativen USB-Anschluss mitbringt. Genau das ist das **ESP32-S3 Super Mini** – und es ist ein absoluter Geheimtipp für alle, die kompakte, smarte Geräte bauen wollen.

Das Board basiert auf Espressifs ESP32-S3 Chip, einem der leistungsfähigsten Mikrocontroller in dieser Preisklasse. Für unter drei Euro bekommst du ein Board, das problemlos mit teureren Entwicklerboards mithalten kann. Ob du eine smarte Steckdose baust, einen Mini-Datenlogger für den Garten, ein WLAN gesteuertes LED-Stripe-Projekt oder einfach deine ersten Schritte in der Welt der Mikrocontroller machst – das Super Mini ist ein fantastischer Einstieg.

 Gut zu wissen **Was ist ein Mikrocontroller überhaupt?** Stell dir einen Mikrocontroller (MCU) wie einen winzigen Computer vor – er hat einen Prozessor, Speicher und kann direkt mit Hardware wie Sensoren, LEDs oder Displays kommunizieren. Im Gegensatz zu deinem Laptop läuft er ohne Betriebssystem und ist darauf ausgelegt, eine einzige Aufgabe sehr zuverlässig zu erledigen. 

Das „Super Mini" im Namen ist kein Marketing-Gag. Mit gerade einmal **22,5 × 18 mm** ist das Board kaum größer als ein Daumennagel – passt aber trotzdem auf jeden Standard-Breadboard. Das passt für Projekte mit knappem Platz: tragbare Geräte, eingebettete Systeme in Gehäusen oder schlicht Prototypen, die man schnell testen will.

  ![ESP32-S3 SuperMini Pinout Diagramm mit GPIO Belegung](https://cdn.semaf.at/mediafiles/products/ser549/ESP32-S3-SuperMini-Pinout-1200x630.jpg "ESP32-S3 SuperMini Pinout – GPIO und Anschlüsse") Größenvergleich: Das ESP32-S3 Super Mini ist kaum größer als eine 1-Euro-Münze – aber deutlich leistungsfähiger. Ein kleiner aber wichtiger Hinweis: Das „Super Mini" ist kein Produkt einer einzigen Firma, sondern ein generisches Board-Format, das viele Hersteller produzieren. Das bedeutet, es gibt kleine Unterschiede zwischen einzelnen Exemplaren – Pinbeschriftungen, LED-Positionen oder Bauteilqualität können variieren. In diesem Artikel beschreiben wir die gängigste Variante.

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 ### Technische Daten – was steckt wirklich drin?

Zahlen allein sind trocken. Lass uns deshalb kurz erklären, was die einzelnen Werte in der Praxis bedeuten – damit du weißt, warum das Board so spannend ist.

Prozessor

Xtensa LX7
Dual-Core

 

Taktfrequenz

bis zu 240 MHz

 

Arbeitsspeicher

512 KB SRAM

 

Programmspeicher

4 MB Flash

 

Wi-Fi

802.11 b/g/n
2,4 GHz

 

Bluetooth

BT 5.0 LE
inkl. Mesh

 

USB

USB 2.0 OTG
Full-Speed

 

Abmessungen

22,5 × 18 mm

 

Betriebsspannung

3,3 V intern
5 V via USB-C

 

RTC-Speicher

16 KB
(Deep-Sleep)

 

Onboard-LED

WS2812 RGB
GPIO 48

 

Antenne

PCB-Antenne
integriert

 

 

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### Der Prozessor – warum zwei Kerne ein Vorteil sind

Der **Xtensa LX7 Dual-Core** läuft mit bis zu 240 MHz und hat zwei Prozessorkerne. Das klingt technisch, hat aber einen ganz praktischen Vorteil: Du kannst Aufgaben aufteilen. Ein Kern kümmert sich zum Beispiel ums WLAN, der andere liest Sensordaten aus oder steuert ein Display. So läuft dein Programm flüssiger und reaktionsschneller.

 Vergleich Zum Vergleich: Ein klassischer Arduino Uno läuft mit 16 MHz und einem einzigen Kern. Das ESP32-S3 Super Mini ist also gut **15× schneller** – und kostet dennoch ähnlich viel. 

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### KI auf dem Chip – klingt abgefahren, ist es auch

Der ESP32-S3 enthält spezielle Befehle für KI- und Signalverarbeitung, sogenannte **PIE Vektor Instruktionen** (128-bit). Das klingt komplizierter als es ist: Im Grunde bedeutet es, dass der Chip bestimmte Berechnungen – wie Bilderkennung oder Sprachverarbeitung – viel schneller durchführen kann als normale Chips. Das macht das Board interessant für Edge AI Projekte, also KI, die direkt auf dem Gerät läuft, ohne Cloud Anbindung.

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### Speicher – was reicht für was?

Das Board kommt mit **512 KB SRAM** (Arbeitsspeicher) und **4 MB Flash-Speicher** (Programmspeicher). Der Flash Speicher reicht locker für komplexe Programme inklusive WLAN Bibliotheken, Webserver und eigener Logik. Der SRAM ist ausreichend für die meisten IoT Anwendungen – wer große Datenmengen im RAM halten will (z. B. für Kamera Projekte), sollte zu einem Board mit externem PSRAM greifen.

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### Kommunikations-Schnittstellen

Der ESP32-S3 Chip bietet auf Hardware Ebene eine Vielzahl an Kommunikations Protokollen. Nicht alle sind auf dem Super Mini als Pins verfügbar, aber die wichtigsten schon:

 | Protokoll | Wofür verwendet? | Verfügbar auf Super Mini? |
|---|---|---|
| SPI | Displays, SD-Karten, schnelle Sensoren | GPIO12/13 |
| I2C | Sensoren, OLEDs, Echtzeituhr (RTC) | frei wählbar |
| UART | Serielle Kommunikation, GPS-Module | GPIO43/44 |
| ADC | Analoge Sensoren (Helligkeit, Temperatur…) | GPIO1–7 |
| PWM | LED-Dimmen, Motoren, Servos | alle GPIOs |
| I2S | Audio Ausgabe / -Eingabe | △ Chip ja, Pin-Anzahl begrenzt |
| USB OTG | Direkter USB-Anschluss ohne extra Chip | nativ via USB-C |
| Touch-Sensor | Kapazitive Berührungserkennung | GPIO1–10 |

 

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 ### Pinout – welcher Pin macht was?

Der Begriff „Pinout" beschreibt einfach, welcher der kleinen Metallstifte (Pins) an deinem Board welche Funktion hat. Das ist einer der wichtigsten Dinge, die du verstehen musst, bevor du etwas anschließt. Mach das falsch, kann im schlimmsten Fall das Board oder dein Bauteil beschädigt werden – deshalb nehmen wir uns hier kurz Zeit.

 Wichtig – unbedingt lesen! Das ESP32-S3 Super Mini arbeitet mit **3.3V Logikpegel**. Viele ältere Bauteile (Arduino-Sensoren, ältere Shields) laufen mit 5V. Diese direkt anzuschließen kann das Board dauerhaft beschädigen! Prüfe immer die Spannung deiner Bauteile. Bei 5V Bauteilen brauchst du einen sogenannten **Level Shifter**. 

Linke Seite

 5V 5V Eingang (USB-C) 

 GND GND Masse 

 3V3 3.3V Ausgang (Regler) 

 1 GPIO1 ADC1\_CH0, Touch 

 2 GPIO2 ADC1\_CH1, Touch 

 3 GPIO3 ADC1\_CH2, Touch 

 4 GPIO4 ADC1\_CH3, Touch 

 5 GPIO5 ADC1\_CH4, Touch 

 6 GPIO6 ADC1\_CH5, Touch 

 7 GPIO7 ADC1\_CH6, Touch 

 

ESP32-S3

Super Mini

USB-C

↑ oben

 

PCB-Antenne
WS2812 RGB
GPIO48

 

Rechte Seite

 8 GPIO8 Touch, PWM 

 9 GPIO9 Touch, PWM 

 10 GPIO10 Touch, PWM 

 11 GPIO11 PWM 

 12 GPIO12 SPI MOSI 

 13 GPIO13 SPI SCK 

 TX GPIO43 UART0 TX 

 RX GPIO44 UART0 RX 

 19/20 USB D−/D+ Intern 

 

 

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### Was bedeuten die einzelnen Pin-Typen?

**GPIO (General Purpose Input/Output)** – Das sind die universellen Arbeitspins. Du kannst sie als Eingang (z. B. Taste auslesen) oder Ausgang (z. B. LED anschalten) konfigurieren. Die meisten Pins des Super Mini sind GPIO-Pins.

**ADC (Analog-Digital-Converter)** – Diese Pins können analoge Spannungswerte messen – also nicht nur „an" oder „aus", sondern Werte dazwischen. Perfekt für Lichtdämmerung, Temperatursensoren oder Potentiometer. GPIO1 bis GPIO7 eignen sich am besten dafür.

**PWM (Pulse Width Modulation)** – Mit PWM kannst du quasi analoge Ausgaben simulieren. Damit dimmst du LEDs stufenlos oder steuerst Servo-Motoren. Praktisch alle GPIO-Pins des ESP32-S3 unterstützen PWM.

**Touch-Sensor** – Die Pins GPIO1 bis GPIO10 können kapazitive Berührungen erkennen – ohne mechanischen Schalter. Einfach antippen, und dein Programm reagiert.

 Reservierte Pins **GPIO19 und GPIO20** sind intern mit dem USB-C Stecker verbunden (USB D− und D+) und dürfen **nicht anderweitig verwendet** werden – sie sind nicht auf den Header Pins verfügbar. **GPIO48** ist mit der onboard RGB LED verbunden. 

  ### Erste Schritte: Arduino IDE &amp; PlatformIO einrichten

Bevor du loslegen kannst, braucht dein Computer eine Entwicklungsumgebung – also ein Programm, in dem du deinen Code schreibst und aufs Board überträgst. Du hast zwei beliebte Optionen: die **Arduino IDE** (einfacher Einstieg, perfekt für Anfänger) und **PlatformIO** (professioneller, mehr Kontrolle). Beide funktionieren mit dem ESP32-S3 Super Mini.

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### Option A – Arduino IDE 2.x (empfohlen für Einsteiger)

Die Arduino IDE ist der klassische Einstieg in die Mikrocontroller-Welt. Sie ist kostenlos, einfach zu bedienen und hat eine riesige Community hinter sich. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

**Schritt 1: Arduino IDE herunterladen**
 Lade die Arduino IDE 2 von [arduino.cc/en/software](https://www.arduino.cc/en/software) herunter und installiere sie.

**Schritt 2: ESP32-Paket hinzufügen**
 Öffne die Arduino IDE und geh zu *Datei → Einstellungen*. Füge folgende URL im Feld „Zusätzliche Boardverwalter URLs" ein:

URL

 ```
https://raw.githubusercontent.com/espressif/arduino-esp32/gh-pages/package_esp32_index.json
```

 

**Schritt 3: Board-Paket installieren**
 Öffne den Boardverwalter (*Werkzeuge → Board → Boardverwalter*), suche nach `esp32` und installiere das Paket von **Espressif Systems**.

**Schritt 4: Board auswählen**
 Geh zu *Werkzeuge → Board → ESP32 Arduino* und wähle **ESP32S3 Dev Module**.

**Schritt 5: Einstellungen anpassen**
 Unter *Werkzeuge* sollten folgende Einstellungen gesetzt sein:

 | Einstellung | Wert | Warum? |
|---|---|---|
| Board | ESP32S3 Dev Module | Passend für das Super Mini |
| Flash Size | 4 MB (32 Mb) | Entspricht dem verbauten Chip |
| Flash Mode | QIO 80 MHz | Optimale Flash-Geschwindigkeit |
| USB Mode | Hardware CDC and JTAG | Aktiviert den seriellen Monitor über USB |
| CPU Frequency | 240 MHz | Volle Leistung (reduzierbar für Akkubetrieb) |
| Partition Scheme | Default 4MB with spiffs | Reserviert Platz für Dateisystem |
| PSRAM | Disabled | Kein externer PSRAM auf Standard-Boards |

 

**Schritt 6: Erster Upload – Blink-Test**
 Verbinde das Board per USB-C mit deinem Computer. Wähle unter *Werkzeuge → Port* den richtigen COM-Port (Windows) bzw. `/dev/ttyACM0` (Linux/Mac). Öffne dann *Datei → Beispiele → 01.Basics → Blink* und klick auf *Hochladen*. Die onboard LED sollte anfangen zu blinken.

 Tipp: Bootloader Modus Erkennt die IDE das Board nicht automatisch? Dann halte den **BOOT** Knopf gedrückt, drücke kurz **RESET**, und lass dann BOOT los. Jetzt sollte das Board im Bootloader Modus sein und der Upload funktioniert. 

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### Option B – PlatformIO (empfohlen für Fortgeschrittene)

PlatformIO ist eine professionellere Alternative, die als Erweiterung in **Visual Studio Code** läuft. Sie bietet eine bessere Code Vervollständigung, integrierte Bibliotheksverwaltung und einfaches Projekt Management. Wer bereits mit VS Code arbeitet, wird PlatformIO lieben.

**Schritt 1:** Installiere [Visual Studio Code](https://code.visualstudio.com/), öffne die Erweiterungen (`Strg+Shift+X`) und suche nach **PlatformIO IDE**.

**Schritt 2:** Erstelle ein neues Projekt und füge folgende Konfiguration in die `platformio.ini` ein:

platformio.ini

 ```
<span class="cc">; ESP32-S3 Super Mini – PlatformIO Konfiguration</span>
<span class="ck">[env:esp32-s3-super-mini]</span>
<span class="cn">platform</span> = <span class="cs">espressif32</span>
<span class="cn">board</span>    = <span class="cs">esp32-s3-devkitm-1</span>
<span class="cn">framework</span> = <span class="cs">arduino</span>

<span class="cc">; Exakte Hardware-Konfiguration für das Super Mini</span>
<span class="cn">board_build.mcu</span>        = <span class="cs">esp32s3</span>
<span class="cn">board_build.f_cpu</span>      = <span class="cs">240000000L</span>
<span class="cn">board_build.flash_size</span> = <span class="cs">4MB</span>
<span class="cn">board_build.flash_mode</span> = <span class="cs">qio</span>
<span class="cn">board_upload.flash_size</span> = <span class="cs">4MB</span>

<span class="cc">; Serielle Ausgabe über nativen USB-Port</span>
<span class="cn">build_flags</span> =
    <span class="cs">-DARDUINO_USB_MODE=1</span>
    <span class="cs">-DARDUINO_USB_CDC_ON_BOOT=1</span>
```

 

 Hinweis Es gibt (noch) keinen offiziellen Board-Eintrag „esp32-s3-super-mini" in PlatformIO. Der Eintrag `esp32-s3-devkitm-1` ist ein passender generischer Ersatz – er funktioniert in der Praxis einwandfrei. 

---

### Erster Sketch – die onboard RGB-LED zum Leuchten bringen

Das Super Mini hat eine WS2812-RGB-LED auf GPIO48. Hier ein einfaches Beispiel mit der **FastLED**-Bibliothek:

Arduino / C++

 ```
<span class="cc">// Bibliothek installieren: FastLED (über Bibliotheksverwalter)</span>
<span class="ck">#include</span> <span class="cs"><FastLED.h></span>

<span class="ck">#define</span> <span class="cn">LED_PIN</span>   <span class="cm">48</span>   <span class="cc">// GPIO der onboard WS2812 LED</span>
<span class="ck">#define</span> <span class="cn">NUM_LEDS</span>  <span class="cm">1</span>

<span class="cn">CRGB</span> leds[<span class="cn">NUM_LEDS</span>];

<span class="ck">void</span> <span class="cn">setup</span>() {
  <span class="cn">FastLED</span>.addLeds<<span class="cn">WS2812B</span>, <span class="cn">LED_PIN</span>, <span class="cn">GRB</span>>(leds, <span class="cn">NUM_LEDS</span>);
  <span class="cn">FastLED</span>.setBrightness(<span class="cm">50</span>);
}

<span class="ck">void</span> <span class="cn">loop</span>() {
  leds[<span class="cm">0</span>] = <span class="cn">CRGB</span>::Red;   <span class="cn">FastLED</span>.show(); delay(<span class="cm">500</span>);
  leds[<span class="cm">0</span>] = <span class="cn">CRGB</span>::Green; <span class="cn">FastLED</span>.show(); delay(<span class="cm">500</span>);
  leds[<span class="cm">0</span>] = <span class="cn">CRGB</span>::Blue;  <span class="cn">FastLED</span>.show(); delay(<span class="cm">500</span>);
}
```

 

 ---

 ### Stromsparen &amp; Sleep-Modi – länger mit Batterie betreiben

Du möchtest dein Projekt mit einer Batterie betreiben – vielleicht ein Temperatursensor im Garten, eine smarte Türklingel oder ein tragbares Gerät? Dann ist das Thema Stromsparen entscheidend. Und hier hat der ESP32-S3 einige tolle Tricks im Gepäck.

Im normalen Betrieb bei 240 MHz und aktivem WLAN verbraucht das Board etwa **23 mA**. Mit einer handelsüblichen 1.000-mAh-Powerbank wäre das nach rund 40 Stunden vorbei. Klingt okay, ist aber für viele Projekte zu wenig. Zum Glück gibt es Sleep-Modi.

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### Light Sleep – kurze Schlafpausen

Im Light Sleep pausiert der Prozessor, der Arbeitsspeicher (SRAM) bleibt aber aktiv. Das Board schläft, wacht aber sehr schnell wieder auf – in Millisekunden. Der Verbrauch sinkt dabei deutlich, das Programm läuft nahtlos weiter. Für Projekte mit regelmäßigen kurzen Pausen.

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### Deep Sleep – echter Energiesparmodus

Im Deep Sleep fährt der Hauptprozessor komplett herunter. Nur der kleine **RTC-Speicher** (16 KB) und ein Hilfsprozessor, der sogenannte **ULP Koprozessor**, bleiben aktiv. Der Verbrauch am blanken Chip sinkt auf theoretisch **rund 8 µA** – das ist weniger als ein Hundertstel Milliampere!

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 Was ist der ULP-Koprozessor? ULP steht für „Ultra Low Power". Das ist ein winziger Hilfsprozessor, der im Hintergrund weiterläuft, während der Hauptprozessor schläft. Er kann zum Beispiel alle paar Minuten eine Temperatur messen und erst dann den Hauptprozessor aufwecken, wenn ein bestimmter Wert überschritten wird. Das spart enorm viel Energie. 

---

Normalbetrieb (WLAN aktiv)

~23 mA

 

Deep Sleep (Modul)

~8 µA

 

Faktor Einsparung

~2.800×

 

Aufwecken durch

Timer, GPIO, Touch, ULP

 

 

---

 Praxis-Hinweis Der Wert von 8 µA gilt für das *blanke Modul* ohne Board Peripherie. Das vollständige Super Mini Board verbraucht im Deep Sleep mehr, weil die Power LED und der Spannungsregler noch Strom ziehen. Für Low-Power-Projekte empfiehlt sich das Entfernen der Power LED oder der Einsatz eines sparsamen externen Reglers. 

---

### So aktivierst du den Deep Sleep (einfaches Beispiel)

Arduino / C++

 ```
<span class="cc">// Board schläft 30 Sekunden, dann Neustart</span>
<span class="ck">#define</span> <span class="cn">SLEEP_SEC</span> <span class="cm">30</span>

<span class="ck">void</span> <span class="cn">setup</span>() {
  Serial.begin(<span class="cm">115200</span>);
  Serial.println(<span class="cs">"Wach! Messe Daten..."</span>);

  <span class="cc">// ... hier dein Code (Sensor lesen, Daten senden) ...</span>

  Serial.println(<span class="cs">"Gehe schlafen..."</span>);
  esp_sleep_enable_timer_wakeup(<span class="cn">SLEEP_SEC</span> * <span class="cm">1000000ULL</span>);
  esp_deep_sleep_start();  <span class="cc">// Ab jetzt schläft das Board</span>
}

<span class="ck">void</span> <span class="cn">loop</span>() {
  <span class="cc">// Wird nach Deep Sleep nicht mehr erreicht</span>
}
```

 

### CPU-Frequenz reduzieren für Zwischenstufen

Auch ohne Sleep Modus kannst du Strom sparen, indem du die CPU-Frequenz reduzierst. In der Arduino IDE geht das unter *Werkzeuge → CPU Frequency*. Folgende Werte stehen zur Verfügung: **10 / 20 / 40 / 80 / 160 / 240 MHz**. Wichtig: Für WLAN Betrieb brauchst du mindestens 80 MHz.

 ---

 ### Natives USB – was bedeutet das und warum ist es praktisch?

Wenn du bisher mit Arduino-Boards gearbeitet hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass dort oft ein kleiner schwarzer Chip in der Nähe des USB-Anschlusses sitzt – das ist ein **USB zu Serial Wandler** (z. B. CH340 oder CP2102). Dieser Chip ist nötig, weil der Mikrocontroller selbst kein USB „spricht".

Das ESP32-S3 Super Mini braucht diesen Chip *nicht*. Der ESP32-S3 kann USB komplett eigenständig – direkt im Chip. Die Pins GPIO19 (D−) und GPIO20 (D+) sind direkt mit dem USB-C Stecker verbunden. Das hat mehrere Vorteile:

 | USB-Funktion | Was bedeutet das? | Status |
|---|---|---|
| **USB CDC (Seriell)** | Der serielle Monitor funktioniert direkt – kein Treiber, kein extra Chip | Ja Sofort nutzbar |
| **USB JTAG (Debugging)** | Du kannst das Board über denselben USB-C-Port debuggen – Schritt für Schritt durch deinen Code gehen | Ja Sofort nutzbar |
| **USB HID (Tastatur/Maus)** | Das Board kann sich als Tastatur oder Maus ausgeben – z. B. für Automatisierungs-Gadgets | Ja Via TinyUSB |
| **USB Mass Storage** | Das Board erscheint am Computer wie ein USB-Stick | △ Via TinyUSB |
| **USB OTG Host** | Eine Tastatur oder ein anderes Gerät am Board betreiben | △ Eingeschränkt |

 

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 Praxisbeispiel – USB-Tastatur simulieren Mit dem nativen USB kannst du das ESP32-S3 Super Mini als **USB-Tastatur** an deinen Computer anschließen. Das Board drückt dann automatisch Tasten – zum Beispiel um einen Login zu automatisieren oder einen Text einzufügen. Klingt nach einem Spy-Film, ist aber ein völlig legitimes und sehr cooles Maker-Projekt! 

 Wichtig beim ersten Anschließen Da das Board kein separates USB Serial Chip hat, muss Windows eventuell einen Treiber installieren. Stelle sicher, dass unter *Werkzeuge → USB Mode* in der Arduino IDE **„Hardware CDC and JTAG"** ausgewählt ist, damit der serielle Monitor funktioniert. 

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 ### Welches Board passt zu dir? ESP32-S3 vs. C3 vs. C6 Super Mini

In der Super-Mini-Familie gibt es mehrere Geschwister. Alle sind klein, günstig und WLAN-fähig – aber sie unterscheiden sich in wichtigen Details. Hier hilft dir diese Übersicht, das richtige Board für dein Projekt zu wählen.

Dieser Artikel

#### ESP32-S3 Super Mini

Der Allrounder mit Turbo

- + Dual-Core LX7, 240 MHz
- + 512 KB SRAM, 4 MB Flash
- + Wi-Fi + Bluetooth 5 LE
- + Natives USB OTG + JTAG
- + KI-Vektor-Instruktionen (PIE)
- + WS2812 RGB LED onboard
- + Touch-Pins (GPIO1–10)
- ~ Kein Zigbee / Thread
- ~ Kein Wi-Fi 6
 
 **Einsatz:** IoT-Projekte, Displays, Edge-KI, USB-Gadgets – überall wo WLAN und Bluetooth gebraucht werden. 

 

#### ESP32-C3 Super Mini

Der sparsame Einsteiger

- ~ Single Core RISC-V, 160 MHz
- ~ 400 KB SRAM, 4 MB Flash
- + Wi-Fi + Bluetooth 5 LE
- – Kein natives USB OTG
- – Keine KI Instruktionen
- + Sehr kleiner Formfaktor
- + Niedriger Deep-Sleep-Verbrauch
- ~ Einfache blaue LED onboard
 
 **Einsatz:** Sensor-Nodes, Low-Power-Projekte, WLAN-Schalter. 

 

#### ESP32-C6 Super Mini

Der Zukunftssichere

- ~ Single Core RISC-V, 160 MHz
- ~ 512 KB SRAM, 4 MB Flash
- + Wi-Fi 6 (802.11ax)
- + Bluetooth 5 LE
- + Zigbee &amp; Thread / Matter
- + Natives USB (JTAG/Serial)
- – Keine KI-Instruktionen
- – Kein Dual-Core
- ~ Weniger Community-Ressourcen
 
 **Einsatz:** Matter/Zigbee Smart-Home, Wi-Fi 6 Projekte. 

 

 

---

### Kurz zusammengefasst – wer nimmt was?

 | Kriterium | S3 Super Mini | C3 Super Mini | C6 Super Mini |
|---|---|---|---|
| CPU-Kerne | 2 (Xtensa LX7) | 1 (RISC-V) | 1 (RISC-V) |
| Max. Takt | 240 MHz | 160 MHz | 160 MHz |
| Wi-Fi Standard | Wi-Fi 4 (802.11n) | Wi-Fi 4 (802.11n) | Wi-Fi 6 (802.11ax) |
| Zigbee / Thread | – | – | Ja |
| Natives USB OTG | Ja | – | Ja (Serial/JTAG) |
| KI-Instruktionen | Ja | – | – |
| Touch-Sensor | Ja | – | – |
| Deep-Sleep (Chip) | ~8 µA | ~5 µA | ~7 µA |
| Preis (ca.) | 1–3 € | 0,80–2 € | 2–4 € |
| Community &amp; Tutorials | Sehr groß | Groß | Wächst |

 

 Unsere Empfehlung **Einsteiger:** Starte mit dem ESP32-C3 Super Mini – günstiger, einfacher, perfekt zum Lernen.
 **Ambitionierte Maker:** Das ESP32-S3 Super Mini ist das beste Allround-Board der Familie.
 **Smart-Home / Matter:** Der ESP32-C6 Super Mini ist die richtige Wahl für Zigbee und Wi-Fi 6.
