# 470uF 50V Elektrolytkondensator

**SKU:** SER567
**Brand:** Samwha
**Price:** 1,50 EUR
**Availability:** in stock
**URL:** https://electronics.semaf.at/470uF-50V-Elektrolytkondensator

## Specifications

| Attribute | Value |
|---|---|
| Weight (kg) | 0.2 |

Radialer Aluminium-Elko 470µF/50V, Ø10×20mm, –55…105°C, RD-Serie, 2000h Lebensdauer, RoHS-konform.

## Description

### Elektrolytkondensator – 470µF 50V Elko THT, RD-Serie - RD1H477M10020BB

Die SAMWHA RD-Serie ist eine Allzweck-Elko-Linie mit einem Merkmal, das sie von vielen Mitbewerbern unterscheidet: Der untere Betriebstemperaturbereich reicht bis –55 °C. Das macht den **RD1H477M10020BB** nicht nur für Standardanwendungen in Netzteilen und Verstärkern brauchbar, sondern auch für Outdoorelektronik, Industriesteuerungen und Fahrzeuganwendungen, die Kältestart-Tauglichkeit verlangen. Mit 470 µF bei 50 V DC im kompakten Gehäuse Ø10 × 20 mm passt er auf jedes dicht bestückte Board, auf dem ein größeres Format keinen Platz mehr hätte.

### Elektrische Kennwerte &amp; Seriencharakteristik

Alle Werte stammen direkt aus dem offiziellen SAMWHA-Datenblatt der RD-Serie. Der Kondensator ist nach IEC-Standard als Allzwecktyp für Gleichspannungssiebung, Kopplung und Pufferung ausgelegt – kein Spezialist für Hochfrequenz-Rippel, aber ein solider Workhorse für 50-/60-Hz- und niedrige Schaltfrequenz-Anwendungen.

- **Kapazität 470 µF ±20 %** – Gemessen bei 120 Hz / 20 °C im Serien-Ersatzschaltbild. Worst-Case-Auslegung rechnet mit 376 µF; wer einen LC-Filter auf Grenzfrequenz trimmt, muss das einkalkulieren.
- **50 V DC Betriebsspannung** – Für 5-V- bis 36-V-Systeme bietet das 50-V-Rating ausreichend Spannungsabstand; typisch ist es sinnvoll, mit mindestens 20 % Reserve zu arbeiten, also maximal 40 V Betriebsspannung anzusetzen.
- **Rippelstrom 603 mArms bei 105 °C / 120 Hz** – Direkt aus der Dimensionstabelle des Datenblatts für Ø10 × 20 mm / 50 V / 470 µF. Bei niedrigerer Umgebungstemperatur (z. B. 65 °C) sind nach Arrhenius deutlich höhere Rippelströme zulässig.
- **Verlustfaktor tan δ ≤ 0,12 bei 120 Hz / 50 V** – Gemäß Datenblatttabelle für die 50-V-Klasse; für Kapazitäten über 1000 µF steigt der Wert um 0,02 je angefangene 1000 µF, was hier nicht greift.
- **Temperaturbetrieb –55 … +105 °C** – Der erweiterte Kältebereich bis –55 °C gilt für alle Spannungsklassen bis 100 V DC; das Impedanzverhältnis Z(–40 °C) / Z(+20 °C) liegt bei maximal 3 für 50-V-Typen, bleibt also handhabbar.
- **Lebensdauer 2000 h bei 105 °C** – Unter Volllast (Nennspannung + Nenn-Rippelstrom) an der thermischen Obergrenze. Bei 85 °C Umgebungstemperatur ergibt die 10-°C-Verdopplungsregel realistische 8000 h, bei 65 °C schon ~32 000 h.

### Workbench &amp; Montage

Das Gehäuse `Ø10 × 20 mm` mit Anschlussraster `P = 5,0 mm` und Drahtdurchmesser `Φd = 0,6 mm` entspricht dem weit verbreiteten Standard-Footprint *CP\_Radial\_D10.0mm\_P5.00mm* aus KiCad und Eagle – kein eigenes Footprint anlegen nötig. Die zulässige Höhentoleranz beträgt laut TME-Angabe 2 mm (also Körperhöhe bis 22 mm inkl. Fertigungstoleranz), was beim Gehäusedeckel-Clearance zu beachten ist. Lötverfahren: Wellen- und Handlöten sind spezifiziert; für Wellenlöten gilt der Standard-Temperaturprofil-Rahmen der Baureihe (260 °C / max. 10 s Tauchzeit). Der PET-Schutzmantel ist lösungsmittelbeständig (*Solvent Proof* laut Datenblatt), was das Platinen-Reinigen nach dem Löten ohne Sondermaßnahmen ermöglicht – Ausnahme: halogenhaltige Reinigungsmittel sind zu vermeiden.

Polarität: Der **Minuspol** ist durch den hellen Streifen auf der Hülse und die kürzere Anschlussleitung markiert. Ab Ø6,3 mm besitzt die RD-Serie ein eingebautes Sicherheitsventil – bei diesem Ø10-mm-Gehäuse ist es vorhanden und verhindert im Fehlerfall unkontrolliertes Bersten. Das Bauteil wird in verschiedenen Gebindegrößen geliefert (Beutel à 10 / 100 / 200 Stück oder Karton à 1600 Stück).

### Praxis-Tipps &amp; Stolperfallen

Wer den RD1H477M10020BB als Pufferkondensator hinter einem 5-V-Linearregler oder als Ausgangskondensator eines Step-Down-Wandlers einsetzt, sollte den Rippelstrom bei der tatsächlichen Schaltfrequenz nachrechnen: Das Samwha-Datenblatt liefert Frequenzcharakteristik-Kurven (Impedanz vs. Frequenz), aus denen hervorgeht, dass der Impedanzanstieg bei höheren Frequenzen den effektiv zulässigen Rippelstrom begrenzt. Für schnelle Lade-/Entladezyklen – etwa als Burst-Puffer in Servo- oder Schrittmotortreibern – ist die Lebensdauerrechnung mit tatsächlichen Temperaturgradienten durchzuführen, da thermische Wechselbeanspruchung die Elekrolyt-Degradation beschleunigt. Nach langer Lagerzeit (über 1 Jahr) empfiehlt sich ein langsames Reformieren: Spannung über einen Widerstand (1–10 kΩ) schrittweise auf Nennwert hochfahren und die Leckstromkurve beobachten – der Oxidfilm baut sich dabei wieder auf. Den Leckstrom-Grenzwert für dieses Bauteil berechnet die Formel I ≤ 0,01 × C × V = 0,01 × 470 × 50 = **235 µA** (nach 2 min, Messung mit 1000-Ω-Schutzdwiderstand).

Weiterführende Unterlagen: [SAMWHA RD-Series Datenblatt (TME, PDF)](https://www.tme.eu/Document/8cdb8cdd28de3c0e369f1af495180654/rd.pdf) – vollständige Rippelstrom-Dimensionstabelle, Impedanz- und Temperaturkurven.
